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Prüfungsangst bei Schülern bewältigen in 3 Schritten

Prüfungsangst bewältigen

Jedes fünfte Kind hat laut einer Studie der DAK Angst vor Prüfungen – egal, ob schriftlich oder mündlich. Die Angst drückt sich durch körperliche Symptome wie Schwitzen, Zittern, Herzrasen, Schwindelgefühle, Kopfschmerzen, Magenprobleme oder Schlafstörungen aus. Schüler mit Prüfungsangst haben oft, zumindest vorübergehend, wenig Selbstbewusstsein und ein eher negatives Selbstbild.

Etwas Lampenfieber vor einer Prüfung ist normal und sogar förderlich: Die Aufgeregtheit macht uns wacher und aufmerksamer für die bevorstehende Leistungsabfrage. Die Konzentration steigt und das Wissen kann besser abgerufen werden. Ängstliche Schüler reagieren hingegen mit Nervosität oder Aggression – und lernen entweder exzessiv für die Prüfung oder verweigern das Lernen ganz.

Es kommt in der Prüfungssituation zu Denk- oder Handlungsblockaden: Betroffene Schüler wirken wie gelähmt. Ein Strudel an negativen Gedanken rund um die bevorstehende Prüfung, die eigene Leistung oder den Selbstwert ist eine weitere Folge von Prüfungsangst bei Schülern.

In unseren 3 Schritten gegen Prüfungsangst erhalten Sie wertvolle Tipps, was Sie und Ihr Kind vor und während einer Prüfung tun können!


1. Ursachen finden und Druck reduzieren

Die Ursachen von Prüfungsangst können einerseits in der Angst vor der Prüfungssituation selbst liegen: Diese ruft Panik hervor, die zu einem regelrechten Blackout führen kann. Vielleicht liegt die Angst an vergangenen negativen Erfahrungen mit Prüfungen, Überforderung oder geringem Selbstvertrauen.

Andererseits kann Prüfungsangst durch Leistungsdruck und die Angst vor einer schlechten Note hervorgerufen werden. In diesem Fall werden von der Familie, dem Umfeld oder dem Schüler selbst zu hohe Erwartungen an die schulische Leistung gestellt. Er befürchtet eine Enttäuschung oder Bestrafung und malt sich die negativen Konsequenzen seines Versagens aus.

Überlegen Sie, woher die Angst kommen könnte und achten Sie darauf, eine entspannte Atmosphäre beim Lernen und im Umgang mit Noten und Fehlern zu kreieren. Wie gehen Sie selbst mit Leistungsdruck und Ängsten um? Sie haben mit Ihrem Verhalten Vorbildwirkung. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie es bedingungslos lieben und sein Selbstwert nicht von Schulnoten oder Leistung abhängt. Reagieren Sie sowohl bei guten als auch schlechten Noten mit Gelassenheit und loben Sie die Bemühung, nicht das Ergebnis.


2. Richtig lernen für die Prüfung

Wer gut vorbereitet ist, gewinnt viel mehr Selbstbewusstsein für eine Prüfung. In diesem Blog und in der Zusammenarbeit mit Nachhilfeschülern betonen wir immer wieder, wie wichtig es ist, früh genug mit dem Lernen zu beginnen. Hektisches, panisches Lernen in letzter Minute ist bei Prüfungsangst wenig hilfreich! Planen Sie genügend Zeit für gleichmäßig verteilte Lerneinheiten, Pausen und Freizeit ein.

Achten Sie langfristig darauf, dass Ihr Kind regelmäßig seine Hausübungen macht und im Unterricht gut mitlernt, damit vor der Prüfung nicht zu viel Stoff auf einmal aufgeholt werden muss. Der Stoff sollte nicht nur oberflächlich verstanden, sondern miteinander verknüpft und frei wiedergegeben werden können („verstehendes Lernen“). Ein Mitschüler oder Nachhilfelehrer kann als Lernpartner dienen.

Beim zielgerichteten Lernen auf eine Prüfung hin empfiehlt es sich, einen realistischen Zeitplan zu erstellen, die richtigen Lernstrategien anzuwenden, ein stressfreies Lernumfeld zu schaffen, hilfreiche Lerntechniken für Schüler einzusetzen und den Lernstoff bei einer Prüfungssimulation wiederzugeben. Mehr zu diesen 5 Faktoren lesen Sie in unserem Artikel Effektiv lernen für die Schularbeit: 5 Tipps für gestresste Schüler.


3. Akuthilfe bei Prüfungsangst: Was tun?

Ängste werden oft von negativen Überzeugungen wie “Ich schaffe das nicht”, “Ich bin zu dumm” oder “Ich verstehe es einfach nicht” begleitet. Versuchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, diese Gedanken zu identifizieren und ins Gegenteil umzukehren. Sammeln Sie zur Beruhigung stattdessen hilfreiche, liebevolle Sätze wie „Ich gebe mein Bestes“, „Ich bin gut vorbereitet“ oder „Ich bin gut so wie ich bin“. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass die Konsequenzen nicht so schlimm wie von ihm ausgemalt sind.

Um die körperliche und geistige Gesundheit vor einer Prüfung zu fördern, empfehlen sich

  • Entspannungsübungen wie autogenes Training, Meditation, Fantasiereisen oder progressive Muskelentspannung nach Jacobsen,
  • leichte Bewegung wie Yoga, Spazierengehen oder Radfahren am Tag davor, und
  • genügend Schlaf und gesunde Ernährung vor dem Prüfungstermin.

Wenn Ihr Kind an einem schweren Fall von Prüfungs- oder Versagensangst leidet, können auch Coaching, Hypnose oder psychologische Beratungen und Therapien Abhilfe schaffen. Akut können homöopathische Mittel wie Bachblüten oder Hausmittel wie Johanniskraut und Baldriantee helfen.

Bei der Prüfung selbst sollte Ihr Kind mit den einfachen Aufgaben beginnen, um sich schnell Erfolgserlebnisse und Erleichterung zu verschaffen. Aufgaben, die einen im Moment überfordern oder ablenken, kann man mit einem Blatt Papier in der Zwischenzeit einfach abdecken. Sollte Panik aufwallen: Einfach an die positiven Sätze zur Selbstbestätigung und an das entspannte Gefühl denken, das man nach der abgelegten Prüfung haben wird.

Sollte Ihr Kind Hilfe bei der Vorbereitung auf eine Prüfung brauchen, empfehlen wir Ihnen unser Schularbeitspaket mit 5 Einzelterminen mit einem privaten Nachhilfelehrer. Es wurde speziell für die Prüfungsvorbereitung entwickelt und ist in Wien, Linz, Graz und Innsbruck bei Ihnen zuhause möglich. Kontaktieren Sie uns einfach!

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